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Am 09. Januar machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Im Gepäck hatten wir natürlich unsere weissen Schäferhunde , unterwegs stieg unsere (Schwieger)mutter zu und wir hatten das Sturmtief Daisy mit dabei. Bis Berlin kamen wir befriedigend zurecht, aber danach war es wirklich Horror. Die Autobahnen waren nicht mehr geräumt, zugeschneit, zugeweht und die Sicht war durch den Schneesturm auch nicht wirklich gegeben. Aus einer vierspurigen Autobahn wurde ein zugewehter Feldweg und wir wußten, dass wir auf keinen Fall anhalten durften denn stecken bleiben wollten wir nicht. Als wir endlich auf der Insel ankamen, blieben wir dann doch das erste Mal im Schnee stecken. Zum Glück konnte uns dann ein Traktor rückwärts wieder auf die Strasse ziehen. Dann in Bergen kam uns die Feuerwehr entgegen und meinte wir können auf keinen Fall weiter. Die Strassen wären nicht mehr passierbar. Wir sollten uns eine Unterkunft suchen ansonsten würde es uns so gehen, wie den vielen liegengebliebenen Autos, die bis zum Dach zugeschneit waren. Schrecklich diese Vorstellung. Wer hätte uns denn mit unseren Hunden aufgenommen ???? Ohne die Hunde wären wir nicht vom Auto weggegangen. Die Feuerwehr mußte die Strasse nach abgestellten Fahrzeugen absuchen und so sind wir einfach hinterher gefahren. An einem Berg ging dann erst einmal nichts mehr weiter, denn ein Auto stand quer und mußte geborgen werden. Als es dann endlich weiter gehen sollte, steckte unser Bus abermals fest. Wir kamen durch den Heckantrieb einfach nicht den Berg hoch. Also hieß es für Schwiegermutter und Frauchen raus und schieben. Natürlich hatten wir Frauen keine Kraft und so halfen dann noch 3 andere Personen (die standen zum Glück mit ihren Fahrzeugen hinter uns) mit. Matthias konnte dann natürlich nicht auf uns warten sondern er mußte unbedingt den Berg hoch fahren. So blieb meiner Mutter und mir nichts anderes übrig als dem Bus hinterher zu rennen. Es war eine richtige Katastrophe. Danach stand für uns fest nur noch schauen das wir vorwärts kommen. Nach 15 Stunden Fahrt haben wir es dann auch endlich geschafft und konnten in der Nacht in einem Bett und nicht in einem Auto schlafen. Binz konnte man die ersten Tage nicht verlassen, da wir völlig eingeschneit waren. Natürlich wurden wir durch die schöne Landschaft voll entschädigt und haben den Schock dann auch schnell vergessen.
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